Chronik

1920 schuf Carl Mostert die "Deutsche Jugendkraft" (DJK), den Reichsverband für Leibesübungen Eintracht Datteln. Einige alte Namen haben noch heute einen guten Klang : Franz Hülsmann, August Büning, Hans Willing, Hermann Köster, Heinz Rüter sen., Bernhard Weber.

Bis vor wenigen Jahren hatten einige von ihnen noch Vorstandsämter inne. Der Sportbetrieb entwickelte sich auf breiter Ebene. Mit Fußball wurde begonnen. Große Verdienste um das Turnen und die Leichtathletik erwarb sich Willy Glosemeier. 1928 gab es einen stolzen Erfolg : den Gewinn der Amtsmeisterschaften. Die größte Leistung vollbrachte später Fritz Vogelsang, als er im Zehnkampf Deutscher Meister der DJK wurde.

 

Die 1. Mannschaft 1920Mannschaft von 1920
von links nach rechts :

Hugo Hülsdau, Paul Schmidt,
Franz Wegmann,
Heinrich Weiss,
Theo Winkelmann, 
Franz Hülsmann, August Büning,
Ernst Dördelmann, Hans Willing,
Willi Gödde, Theo Lettmann

Einen entscheidenden Einschnitt gab es 1934, als die Vereinstätigkeit aus politisch-ideologischen Gründen verboten wurde. Ungebrochen war aber die Lebenskraft des Vereins, als es 1953 weiterging. Schon 1954 wurde die 1. Mannschaft Kreismeister.

1957 schaffte man den Aufstieg in die höchste Spielklasse (Gauklasse). Den begehrten Carl-Mostert-Pokal gewann die erste Mannschaft in den Jahren 1963 und 1967, die 2. Mannschaft im Jahre 1964. Als der eigenständige Spielbetrieb in der Verbandsringgemeinschaft eingestellt werden mußte, schloß sich der Verein dem Westdeutschen Fußball und Leichtathletikverband an.  Schon im 2. Anlauf - ausgerechnet im Jubiläumsjahr 1970 - wurde der Aufstieg in die höhere Spielklasse geschafft. Die 2. Seniorenmannschaft wurde sogar zum zweiten Male Meister ihrer Gruppe. Auch die Jugendmannschaften melden in diesem Jahre stolze Erfolge : Die A-Jugend wurde Diözesanen-Pokal-Sieger, die B-Jugend wurde Vizekreismeister. Die neuformierte Schülermannschaft zeigt eine ansteigende Tendenz, und selbst die seit kurzer Zeit spielende Altherrenmannschaftmacht von sich reden.

Der oft beklagte Mangel an "Breitensport" scheint behoben zu sein. Zwar gelang es trotz mancher Versuche bisher noch nicht, die Leichtathletik wieder zu beleben  -  die Vereinsrekorde von A. Böhm (Mittelstrecke), J. Rumpe (Kugel, Speer und Diskus), W. und J. Schepers (Kurzstrecken) aus den fünfziger Jahren scheinen vorerst ungefährdet zu sein  -, doch hat der Verein mit seiner Tischtennisabteilung und seiner Frauengymnastikgruppe erfolgreich Neuland betreten.

Stolze Zeichen gemeinschaftlicher Anstrengungen sind der 1960 fertiggestellte vereinseigene Sportplatz und das 1966 eingeweihte Umkleidehaus.

Erwähnt seien noch einige historische Verdienste : Viel verdankt der Verein der Dynamik, Tatkraft und Beharrlichkeit des langjährigen Vorsitzenden OttoWillig. Mit ihm ging es 1953 wieder los, von ihm und Kaplan Lowinski gingen sechs Jahre lang die Initiativen zur Anlage des Sportplatzes aus, er entwickelte fertige Pläne zum Bau eines Umkleidehauses, die aber zu seiner Enttäuschung damals noch scheiterten. Dankend erwähnt seien die Bemühungen der Aktiven Heinz Reher, Günter Stromberg und Wilhelm Schepers. Reher machte sich um den Aufbau der Jugend verdient, Stromberg spielt seit 1953 ununterbrochen für den Verein, und W. Schepers, seit einigen Jahren Trainer, führte die Seniorenmannschaften zur Meisterschaft. Erinnert sei an die straffe und zielstrebige Geschäftsführung Ansgar Bitters, der dem Verein lange Jahre ein umsichtiger "Steuermann" war. Seit diesem Jahr steht eine der größten Spielerpersönlichkeiten "Eintrachts" umsichtiger "Steuermann" war. Seit diesem Jahr steht eine der größten Spielerpersönlichkeiten "Eintrachts" der 1. Mannschaft nicht mehr zur Verfügung : Siegfried Schneider, der im Aufstiegsspiel gegen SV Datteln Hagem noch einmal sein großes technisches und spieltaktisches Können unter Beweis stellte.

Im Jubiläumsjahr zeigt sich der Verein an Geist und Körper gesund. Der gute Nachwuchs verspricht für die Zukunft spielstarke Seniorenmannschaften. Vereinstreue und Kameradschaft sind in der "Eintracht" ohnehin immer großgeschrieben worden. Alle Erfolge entspringen sicher einmal der ideellen Geschlossenheit der Zielsetzung, zum andern aber auch einer betonten Pflege des Gemeinschaftslebens.

Ein DJK-Verein von gestern  -

ja, aber auch ein fester DJK  -  Kreis von morgen.

Wenn ein Ereignis in der Chronik nicht fehlen darf, dann ist es mit Sicherheit der größte sportliche Erfolg des Vereins.

Die erste Mannschaft von Eintracht Datteln steigt am 25. Mai 1997 auf in die Bezirksliga.

Der Kapitän erinnert sich......

......es war wieder einmal ein kalter Wintermorgen. Wir schreiben das Jahr 1996. Die langersehnte Fußball-Winterpause war da und ein Blick in die Zeitung verriet, dass DJK Eintracht Datteln´s 1. Mannschaft wieder mal nicht den Aufstieg schaffen würde. 9 Punkte

Rückstand zum Tabellenführer Stuckenbusch, dass war wohl zu viel. Eintracht Datteln hatte hierzulande einen guten Ruf als Mannschaft. Die Mannschaft setzte auf „Eigengewächse“, zudem hier und da  ein passender Ergänzungsspieler, den man schnell adoptierte und ihn so fortan auch als einen von uns ansehen konnte. Eines hatten aber alle gemein : Hier wurde nicht für Geld gespielt- sondern der Spaß und der Mannschaftsverbund stand im Vordergrund und das brachte Sympathiepunkte in Datteln und Umgebung. Hier fand man das „Pokal-Bayern-Syndrom“ wieder, die „Kleinen gegen die "Großen“, „Geld gegen Spaß“, und so freute man sich auch als neutraler Beobachter wenn dann diese Mannschaft den „großen“, bezahlten und zusammengekauften Teams ein Bein stellen konnte.Wenn dann aber die Experten unter sich waren, war eines klar und  fest als Untertitel bei Eintracht eingraviert: „Unaufsteigbar“. Mit diesem Umfeld und dieser Struktur konnte man vielleicht in den letzten 14 Jahren  " 9 Hallenstadtmeistertitel " gewinnen, doch zu einem Aufstieg in die Bezirksliga würde es nie reichen.

So war mir auch wieder einmal damals im Dezember 1996 klar, diese 9 Punkte werden wir nie aufholen können, selbst wenn wir unser Nachholspiel gewinnen würden. So war Aufstieg zu Beginn der Rückrunde auch nie ein Thema für uns Spieler. Wir gewannen das Nachholspiel und gewannen dann das nächste Spiel und gewannen, gewannen und....(hatten die beste Abwehr) und eines Tages verlor auch Stuckenbusch mal und so waren es nur noch 3 Punkte. Und dann kam der Heimsieg gegen Stuckenbusch. Und aus meiner Erinnerung heraus war das dann das erste mal wo wir wirklich merkten... “seht her, wir können vielleicht doch aufsteigen“.

Nun um es kurz zu machen Stuckenbusch hatte noch ein Nachholspiel, wir standen am Rand und sahen wie sie verloren. Da waren sie, die Punkte Vorsprung die wir brauchten. Jetzt nur noch selber die letzten Spiele gewinnen.

So kam es am letzten Spieltag (ein Heimspiel gegen Spvg. Erkenschwick II) zum großen Show down. Das Stadion war ausverkauft (so empfand ich das damals und definiere seither ausverkauft so). Alle Augen auf uns gerichtet, nur noch dieser Sieg und dann wäre es so weit. Es war kein gutes Spiel aber wir gewannen und dann stieg Eintracht Datteln am 25.5.1997 auf in die Bezirksliga. Der Jubel kannte keine Grenzen.

 

Jubelfoto direkt nach dem letzten Saisonspiel:

J.Greulich (ehem. Spieler), A.Zolberg, JubelM.Elett, D.Pantförder (verdeckt), 
R.Sewald, T.Pantförder, M.Mölter, 
V.Schmidt, S.Owczarzak, 
P.Kuhlmann, B.Walter

Und als wäre es ein kitschiger Film kam dann noch unsere damalige F-Jugend zum Platz, sie siegte auf einem Turnier in Erkenschwick. Sie jubelten über ihren Sieg und kamen dann in unser Stadion und sahen wie sich hier alle Zuschauer freuten, ausgelassen waren und feierten. Ich weiß nicht ob sie ganz begriffen, dass wir nicht unbedingt wegen ihrem Sieg sondern wegen dem Stück Fußballgeschichte den wir mit dem Aufstieg geschrieben hatten, feierten.

Für mich jedenfalls bleibt dieser Moment, zufällig war auch noch mein Patenkind Torwart der F-Jugend, besonders haften. Ich hoffe, dass einst diese Jungen dann in der 1. Mannschaft stehen und ähnliche Erfolge erringen werden.

Es war ein schöner sonniger Tag, und wenn ich nun am Ende meiner Karriere nach genau 15 Jahren 1. Mannschaft zurückblicke und ich manchmal mich frage oder von anderen gefragt werde, waren 27 Jahre Fußball all die Mühen, den Verzicht auf Familienleben, die Verletzungen, die Arztbesuche, die deprimierenden Niederlagen, war der Fußball bei Eintracht all dies Wert ?

- dann sage ich ohne zu zögern ja. Nichts gibt’s umsonst im Leben, doch der Fußball bei Eintracht Datteln hat mir so viel mehr Freud als Leid gebracht, dass ich allen Spielern, ob groß ob klein wünsche, die gleichen oder ähnlichen Erfahrungen hier bei Eintracht zu machen genau wie ich.....

Der Kapitän :  007

alias Stephan Owczarzak

 

Mannschaftsfoto der Saison 1996/1997

Zum Zeitpunkt als noch keiner an Aufstieg dachte

Mannschaftsfoto der Saison 1996/1997

Obere Reihe:

H.Knust(Trainer), M.Murau(Abwehr), S.Owczarzak(Abwehr/Kapitän),
O.Koszlowski(Sturm), A.Kiffer(Betreuer), T.Pantförder(Mittelfeld),
S.Bastiani(Mittelfeld), F.Forke(Mittelfeld), S. Pantförder(Sturm), 
D.Kampe(Abwehr), M.Mölter(Sturm), R.Sewald(Co.Trainer),

Untere Reihe:

H.Hasbach(Sponsor), J.Heel(Mittelfeld), M.Elett(Mittelfeld), 
F.Röderer(Abwehr), F.Lichtenberg(Torwart), A.Zolberg(Abwehr), 
M.Seega(Mittelfeld), P.Kuhlmann(Mittelfeld), M.Walter(Sturm), 
D.Pantförder(Sturm)

 

Suche

Statistik

Heute449
Gestern527
Woche2230
Monat8036
Gesamt653627

jbc vcounter

Anfahrt

Sponsoren

 

 

 

 

 

Bilder

Who's Online

Wir haben 38 Gäste online